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Immobilienmarkt Deutschland 2026: Kaufpreise stabilisieren sich – hohe Zinsen und Wohnungsmangel prägen den Markt

Bildquelle: ChatGPT, KI-basiert
Bildquelle: ChatGPT, KI-basiert

 

Nach der deutlichen Korrektur der Immobilienpreise in den Jahren nach 2022 scheint sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt inzwischen auf einem neuen Niveau einzupendeln. Die jüngsten Marktdaten zeigen: Die Preise steigen wieder, allerdings deutlich moderater als während des Immobilienbooms der Niedrigzinsphase.

 

Wohnimmobilien werden wieder teurer

Nach Angaben des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) lagen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2026 bundesweit 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 betrug der Anstieg 0,3 Prozent.

Besonders Eigentumswohnungen verteuerten sich: Hier lagen die Preise 2,6 Prozent über dem zweiten Quartal 2025. Eigenheime wurden im Jahresvergleich 2,0 Prozent teurer, Mehrfamilienhäuser 1,6 Prozent. Grundlage des vdp-Index sind tatsächliche Immobilientransaktionen von mehr als 700 Kreditinstituten.

Damit bestätigt sich grundsätzlich auch die Entwicklung der amtlichen Statistik. Das Statistische Bundesamt hatte für das erste Quartal 2026 einen Anstieg der Wohnimmobilienpreise um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gemeldet. Regional fällt die Entwicklung allerdings sehr unterschiedlich aus. Während Eigentumswohnungen in dünn besiedelten ländlichen Kreisen im ersten Quartal 3,6 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor, betrug der Zuwachs in den sieben größten deutschen Städten lediglich 0,3 Prozent.

Von einem neuen Immobilienboom kann dennoch keine Rede sein. Die Daten zeigen vielmehr einen Markt, der sich nach der kräftigen Preiskorrektur stabilisiert.

 

Bauzinsen bleiben entscheidender Faktor

Ein wesentlicher Unterschied zur Zeit des Immobilienbooms bleibt die Finanzierung.

Ende August bewegen sich Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung je nach Finanzierung und Beleihung weiterhin grob im Bereich von 3,7 bis 4,0 Prozent. Dr. Klein weist zum 30. August 2026 beispielsweise einen effektiven Zinssatz von 3,83 Prozent für ein repräsentatives Darlehen aus. Interhyp sieht zehnjährige Baufinanzierungen ebenfalls rund um die Marke von vier Prozent.

Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Kaufkraft.

Während Finanzierungen während der Niedrigzinsphase teilweise für rund ein Prozent abgeschlossen werden konnten, müssen Käufer heute einen erheblich größeren Teil ihres Einkommens für Zins und Tilgung einplanen. Dadurch werden die Preissteigerungen am Immobilienmarkt gleichzeitig begrenzt.

Für Kaufinteressenten bedeutet das: Nicht allein der Kaufpreis entscheidet über die tatsächliche Erschwinglichkeit einer Immobilie. Eigenkapital, Zinssatz, Tilgung und energetischer Zustand des Gebäudes spielen inzwischen eine wesentlich größere Rolle.

 

Mietmarkt bleibt angespannt

Deutlich stärker als bei den Kaufpreisen zeigt sich der Angebotsmangel weiterhin auf dem Mietmarkt.

Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern lagen im zweiten Quartal 2026 laut vdp bundesweit 3,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit steigen die Mieten weiterhin schneller als die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser.

Auch aktuelle Angebotsdaten verdeutlichen das hohe Mietniveau. Immowelt beziffert die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen in Deutschland im August 2026 auf rund 10,77 Euro pro Quadratmeter. Dabei bestehen zwischen Städten und Regionen erhebliche Unterschiede.

Für Kapitalanleger entsteht dadurch eine interessante Konstellation: Steigende Mieten können die Rendite bestehender Wohnimmobilien verbessern. Gleichzeitig erschweren hohe Finanzierungskosten den Einstieg in neue Investments.

 

Mehr Baugenehmigungen – aber von niedrigem Niveau

Eine positive Entwicklung zeigt sich inzwischen beim Wohnungsbau.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 126.300 Wohnungen genehmigt. Das waren 15,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allein im Juni wurden 21.600 Wohnungen genehmigt – 13,8 Prozent mehr als im Juni 2025.

Besonders deutlich stiegen die Genehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Hier betrug der Zuwachs im ersten Halbjahr 16,9 Prozent.

Die Zahlen müssen allerdings eingeordnet werden: Das Statistische Bundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Anstieg von einem sehr niedrigen Niveau der Jahre 2024 und 2025 ausgeht. Eine Baugenehmigung bedeutet zudem noch nicht, dass eine Wohnung kurzfristig tatsächlich fertiggestellt wird.

Gleichzeitig bleiben die Baukosten hoch. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im Mai 2026 5,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit steigen die Baukosten aktuell deutlich stärker als die Kaufpreise bestehender Wohnimmobilien.

Für Projektentwickler bleibt Neubau damit wirtschaftlich anspruchsvoll.

 

Gewerbeimmobilien entwickeln sich schwächer

Während sich der Wohnimmobilienmarkt stabilisiert, bleibt die Situation bei Gewerbeimmobilien schwieriger.

Im zweiten Quartal 2026 gingen die Preise für Büroimmobilien laut vdp im Jahresvergleich um 1,2 Prozent zurück. Einzelhandelsimmobilien verloren 0,2 Prozent. Wohnimmobilien entwickeln sich damit derzeit deutlich robuster als Büro- und Handelsobjekte.

Gleichzeitig gibt es erste Zeichen einer Belebung des Investmentmarktes. Das gesamte Immobilien-Transaktionsvolumen in Deutschland erreichte im ersten Halbjahr 2026 laut CBRE 16,2 Milliarden Euro und lag damit 13 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Markt bleibt jedoch selektiv und konzentriert sich besonders auf hochwertige Objekte und liquide Standorte.

 

Was bedeutet die Entwicklung für Käufer und Eigentümer?

Für potenzielle Käufer hat sich die Situation gegenüber 2022 und 2023 grundsätzlich verändert. Die starke Abwärtsbewegung der Immobilienpreise scheint weitgehend beendet zu sein. Gleichzeitig verhindern die höheren Finanzierungskosten bislang eine Rückkehr zu den extremen Preissteigerungen früherer Jahre.

Gute Lagen, energieeffiziente Immobilien und Objekte mit geringem Sanierungsbedarf dürften weiterhin besonders gefragt sein. Bei unsanierten Bestandsimmobilien können Käufer dagegen eher Verhandlungsspielraum haben, da zusätzliche Investitionen in Heizung, Dämmung oder energetische Modernisierung berücksichtigt werden müssen.

Eigentümer profitieren wiederum davon, dass sich die Kaufpreise stabilisieren und der Mietmarkt vielerorts weiterhin angespannt ist.

 

Ausblick: Stabilisierung statt neuer Immobilienboom

Für die kommenden Monate spricht vieles für eine Fortsetzung der derzeitigen Entwicklung.

Der Wohnimmobilienmarkt dürfte von drei gegensätzlichen Kräften bestimmt werden: Wohnungsmangel und steigende Mieten stützen die Immobilienpreise, während Bau- und Finanzierungskosten die Zahlungsbereitschaft der Käufer begrenzen.

Der starke Preisverfall der vergangenen Jahre scheint damit zunächst beendet. Gleichzeitig sind zweistellige Preissteigerungen, wie sie während der Niedrigzinsphase zeitweise üblich waren, unter den aktuellen Finanzierungsbedingungen kaum zu erwarten.

Der deutsche Immobilienmarkt 2026 befindet sich somit weniger in einem neuen Boom als vielmehr in einer Phase der Normalisierung und Neuorientierung.

Für Käufer eröffnet das Chancen, wenn Finanzierung, Kaufpreis und Objektqualität zusammenpassen. Für Eigentümer verbessert sich das Marktumfeld gegenüber den Krisenjahren. Und für Investoren rücken nach Jahren des Fokus auf Wertsteigerungen zunehmend wieder klassische Faktoren wie Lage, Mietrendite, Cashflow und langfristige Nachfrage in den Mittelpunkt.

Hinweis: Der Artikel wurde KI-basiert kontrolliert und geprüft

 

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